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Der Koffer ist auf dem Weg!

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#Nimmdeinenkoffer
#TakeYourSuitcaseLukashenko
Mehr als 30 Vertreter/-innen der Schweriner Zivilgesellschaft haben heute den Koffer für Alexander Lukaschenko abgeschickt. Ihre dringende Aufforderung an Lukaschenko war und ist: "Nimm Deinen Koffer und geh!"

Nach einer Kundgebung um 10 Uhr auf dem Marktplatz in Schwerin zogen die Demonstranten zur Postfliale am Marienplatz. Dort wurde der Koffer per DHL-Paket (klimaneutral!) nach Minsk abgeschickt.

Auf dem Markt hatten zuvor die Organisatoren und weitere Redner die Menschenrechtsverletzungen und Wahlfälschungen in Belarus verurteilt. Bürgerrechtler Heiko Lietz erinnerte an den Wahlbetrug im letzten Jahr der DDR und die anschließenden immer stärker werdenden Proteste, die schließlich zum Zerfall der DDR-Diktatur geführt haben. Arndt Müller (Bündnis90/Grüne) verwies auf die besondere politische Verantwortung, die wir 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung haben. Es dürfe nicht geschwiegen werden, wenn Menschenrechte verletzt werden. Theresia Crone (Fridays For Future) informierte über die Unterstützung der Koffer-Aktion durch ihre Organisation in Schwerin. Weitere Redner/-innen (von Amnesty International, Journalistenverband, u.a.) sprachen zu den massiven Problemen in Belarus in den Themengebieten Pressefreiheit, Todesstrafe und verurteilten willkürliche Verhaftungen und Folter.

Als kleine "Reisegeschenke" wurden von den Demonstranten individuelle Aktionspostkarten und eine gedruckte Ausgabe der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" in den Koffer gelegt. Das Bonusgeschenk ist jedoch eine persönliche Fahrkarte der staatlichen belarussischen Eisenbahngesellschaft für Lukaschenko - ausgestellt für die Strecke Minsk -> Pjöngjang (Nur Hinfahrt, 3. Klasse).

 

Die Erinnerungen an William Wolff bleiben             

WWolff.jpgDer langjährige Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern, William Wolff, hat sich am 8. Juli im Alter von 93 Jahren von dieser Welt verabschiedet.    Mit seiner Offenheit und Erfahrung habe Wolff erheblich zur Verständigung zwischen Juden und Nicht-Juden beigetragen, erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster.

Geboren am 13. Februar 1927 in Berlin, im Herbst 1933 mit seine Familie nach Amsterdam und von dort 1939 nach London emigriert. Er war zunächst in Großbritannien als Journalist tätig, bevor er 1979 seine Ausbildung zum Rabbiner begann. Als Landesrabbiner betreute er die jüdischen Gemeinden in Schwerin und Rostock. Im Oktober 2006 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Greifswald, ein Jahr später das Bundesverdienstkreuz.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig würdigte William Wolff als engagierten, klugen und fröhlichen Landesrabbiner, der einen entscheidenden Beitrag für die Akzeptanz der jüdischen Gemeinden in Schwerin und Rostock geleistet habe. „Mit seiner Persönlichkeit prägte er das gesellschaftliche Leben in unserem Land, unabhängig von Glaubensrichtungen und Religionszugehörigkeiten. Wir haben ihm viel zu verdanken.“

Als er 2014 zum Ehrenbürger von Schwerin ernannt wurde, bekannte er: „Ich bin ein Schweriner.“  Wir werden sein Andenken ehren.

Erinnerungen von Heiko Lietz

Ich war mit Landesrabbiner William Wolff aus tiefstem Herzen verbunden. In vielen Begegnungen und gemeinsamen Aktionen habe ich ihn kennen- und schätzen gelernt.  Zwei davon möchte ich erwähnen.

Als wieder einmal Neonazis in Demmin am 8. Mai ihre geschichtsverfälschenden Demonstrationen durchführten, fuhren wir gemeinsam dorthin, beteiligten uns aktiv am Friedensgottesdienst und schlossen uns dann der Gegendemonstration an. Zum Abschluss hielt er eine beeindruckende Rede auf dem jüdischen Friedhof.

Ein Erlebnis ganz anderer Art war ein gemeinsamer Besuch in Amsterdam. Hier verbrachte er in den 30-er Jahren nach der Flucht aus Deutschland einige Jahre seiner Kindheit. Unvergessen war für mich der Augenblick, als er im Anne-Franck-Haus auf einem der Fotos ehemalige Schulkameraden wiedererkannte, die in deutschen Konzentrationslagern ums Leben kamen, unter ihnen auch Anne Franck.

Besonders beeindruckte mich immer seine menschenfreundliche und gewinnende Art, durch die er dem Leben trotz schlimmster Erfahrungen auch viel Dankenswertes und Liebenswürdiges abgewinnen konnte. Bei gemeinsamem Abendessen in meiner Wohnung wurde auch viel gelacht. Es waren immer sehr bereichernde Stunden, wenn Versöhnung zwischen den Völkern trotz schlimmster Vergangenheit praktisch gelebt und erfahren werden konnte.

Durch seine Art hat er uns in Schwerin befreiende neue Räume eröffnet, um mit der unsäglichen Schuld unserer Vergangenheit besser umgehen zu können. Dafür sind wir ihm zu tiefstem Dank verpflichtet.   Heiko Lietz, Aktionsbündnis für ein friedliches und weltoffenes Schwerin

17. Juni 1953 - Volksaufstand in der DDR

ein erster gescheiterter Volksaufstand auf dem Weg zu einem freiheitlichen und demokratischen Deutschland 

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Wenn wir uns heute  an den Volksaufstand von vor 67 Jahren in der DDR erinnern, der ein diktatorisches Regime aus den Angeln heben wollte, dann ist das auch deswegen um so wichtiger, weil die AfD heute in einer Veranstaltung am Pfaffenteich versucht, sich unter dem scheinheiligen Slogan :"Aufstehen für die Freiheit - gegen Sozialismus, Hass und Antifa-Terror "zum wahren Vollender des damaligen Volksaufstandes zu machen.

Schauen wir zuerst einmal auf das, was vor 67 Jahren hier im Norden bei uns passierte.

 Wir sollten uns zunächst einmal dessen bewusst werden, dass zum Gelingen eines Aufstandes neben der berechtigten Empörung der Menschen auch viele weitere Faktoren nötig sind, die für den bleibenden Erfolg jeweils gegeben sein müssen. Gerade aus der vergleichenden Betrachtung mit  der ersten gelungenen friedlichen Revolution 1989 auf deutschem Boden kann der Respekt und die Hochachtung gegenüber den damaligen Akteuren in den hunderten Städten und Dörfern der DDR nicht hoch genug sein. Waren sich doch viele bewusst, dass neben der Kasernierten Volksarmee auch über 300000 sowjetische Soldaten hochgerüstet im eigenen Land stationiert waren und jederzeit eingreifen konnten. Aber das Risiko auf einen massiveren militärischen Konflikt waren sie bereit einzugehen, weil sie die zunehmend erdrückenden Verhältnisse nicht   weiter ertragen wollten. Ihre Hoffnung auf bessere Zeiten war größer als die Angst vor möglichen Repressalien. Die Sehnsucht nach Freiheit kann mitunter riesige Kräfte freisetzen und selbst Mauern zum Fallen bringen, wie wir das dann 1989 selber miterleben haben.

Aber zurück zu 1953. Wie konnte es zu diesem spontanen, eruptiven Ausbruch im Juni kommen?

Nach der Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 versuchte die SED zunehmend,  mit diktatorischen Mitteln  unter dem Schutz der sowjetischen Besatzungsmacht die gesellschaftlichen Verhältnisse rücksichtslos  in ihrem Sinne zu verändern.

Dazu gehörten z.B. der Aufbau von bewaffneten Streitkräften, eine groß angelegte Verwaltungsreform, in der die Länder abgeschafft und stattdessen 14 Bezirke eingerichtet werden sollten und die geplante Kollektivierung der privaten Landwirtschaft. Dazu gehörten auch eine Verschärfung des Kirchenkampfes sowie der Kampf gegen selbständige Unternehmer, Handwerker und Gewerbetreibende. Für diese Ziele hatte sich Walter Ulbricht in Moskau von Stalin volle Rückendeckung verschafft. Eine wesentliche Zuspitzung erhielt die Lage durch die Auseinandersetzung mit der Arbeiterschaft. Die Arbeitsproduktivität sollte durch erhöhte Normen ohne entsprechenden Lohnausgleich massiv erhöht werden.

Der Tod des Diktator Stalin 1953 wirkte wie ein politisches Erdbeben. Es kam vorübergehend zu erheblichen Unsicherheiten im Gesamtsystem des Ostblocks. Die Machtfrage in Moskau musste neu geklärt werden. Auch die deutsche Frage wurde damit erneut auf die Tagesordnung gesetzt. Gab es vielleicht nach diesen mühsamen Jahren der zunehmenden deutschen Spaltung wieder eine Chance auf Vereinigung des getrennten Landes? Nie aufgegebene Hoffnungen in der Bevölkerung wurden neu belebt. In der neuen Moskauer Führung wurde deshalb die zunehmende Unruhe in der DDR-Bevölkerung mit Sorge wahrgenommen. Walter Ulbricht saß nicht mehr so sicher im Sattel wie zu Stalins Zeiten. Schließlich diktierte die neue Moskauer Führung der SED Ende Mai 1953 „Maßnahmen zur Gesundung der politischen Lage“  ins politische Stammbuch.

Die Moskauer Führung distanzierte sich darin massiv von den Zusagen, die Stalin ein Jahr zuvor der SED gegeben hatte. Mehr noch: sie machte Ulbricht und sein Politbüro für die zunehmende Destabilisierung in der DDR sogar mit verantwortlich. 

Das führte zu einer zunehmenden Krise auch innerhalb der SED. Die Bevölkerung schnupperte Morgenluft. Es keimte neue Hoffnung auf. Was galt noch, was zählte zukünftig? Für einen kurzen Augenblick wankte die Macht der SED.

Die Menschen fühlten sich dadurch mehr und mehr ermutigt, gegen die jahrelange Unterdrückung aufzubegehren. Sie wurden in ihren Forderungen immer deutlicher:

 „Nieder mit der SED“, „Freie Wahlen“, „Freilassung aller politischen Häftlinge“, „Rücktritt der Regierung“, Abzug der Besatzungstruppen aus Deutschland“, und „Wiedervereinigung“.

Daneben gab es in allen Orten auch sozialpolitische Forderungen, die den Arbeits- und Lebensalltag betrafen.  Und sie setzten ihre Forderungen in Taten um. Es begann verstärkt in Berlin mit ersten Streiks schon am 5. Juni, die dann am 17. Juni in einem ausgerufenen Generalstreik mündeten. Von hier aus breitete sich die Unruhe zu einem landesweiten Volksaufstand aus. In über 700 Städten und Gemeinden kam es zu Demonstrationen und Streiks. Polizeistellen wurden angegriffen und gestürmt, Gerichtsgebäude besetzt, politische Gefangene aus den  Gefängnissen befreit, Partei- und andere öffentlichen Gebäude gestürmt.

Am stärksten waren diese Aufstände in den Südbezirken der DDR, in der zahlenmäßig die meisten Arbeiter lebten. Aber auch in den stärker agrarisch geprägten Nordbezirken  kam es zu heftigen Unruhen. Vor allem in den Hafen- und Werftstädten Rostock, Stralsund, Wismar und Wolgast war das deutlich zu spüren, aber auch in Güstrow, Teterow, Ludwigslust und Boitzenburg brodelte es.

Bei den DDR-weiten Unruhen kamen durch staatliche Gewalt zwischen 40 - 50 Menschen ums Leben, aber auch die Aufständischen töteten 10 Menschen.

Die massive Gewalt, die aber vor allem von staatlicher Seite ausging,  warf einen langen Schatten auf die kommenden Jahrzehnte und grub sich tief in das kollektive Bewusstsein der Bevölkerung ein.

Als der landesweite Volksaufstand mit Hilfe des sowjetischen  Militärs nach einigen Tagen brutal beendet war, nahmen die Herrschenden Rache an den Aufständischen.

Bis Anfang Juli 1953 verhafteten das Ministerium für Staatssicherheit und die Polizei etwa 10 000 Personen. Sowjetische Kommandos nahmen noch einmal 2000 Menschen fest. Zwischen 500 bis 700 Menschen sind von der sowjetischen Besatzungsmacht verurteilt worden. Die meisten Haftstrafen beliefen sich zwischen 8 und 12 Jahre, aber auch kürzere sowie längere Haftstrafen wurden verhängt.

Wenn man eine Bilanz ziehen will, warum dieser Volksaufstand gescheitert ist, dann wird man zunächst auf die politische Großwetterlage schauen müssen. Keine der Großmächte  war nur 8 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges  an einer militärischen Auseinandersetzung wirklich interessiert. Zum anderen hatte die Sowjetunion ein elementares Interesse, ihren erweiterten neuen Einflussbereich nach Ende des Krieges auf keinen Fall zu gefährden. Mit dieser massiven Rückendeckung durch die Moskauer Führung konnte die SED ihren unbeschränkten Machtanspruch in der DDR auch wieder festigen.

Das war auch eine Lektion für alle weiteren Überlegungen bei einer erneuten Auseinandersetzung mit dem Regime. Solange die Sowjetunion um jeden Preis, notfalls auch mit militärischer Gewalt ihre Macht in der DDR stabilisieren wollte, gab es kaum eine Chance, die gesellschaftlichen Verhältnisse grundlegend zu verändern.

Als  sich Gorbatschow nach seinem Machtantritt 1985 mehr und mehr von dieser Militärdoktrin lossagte, bestand das erste Mal seit 1953 in der DDR wieder eine reale Chance, den  Kampf um Freiheit, Demokratie und Menschenrechte  erneut aufzunehmen. Würde dieser Kampf aber auch innerhalb der Gesellschaft mit der SED gewaltfrei geführt werden können? Das war die zentrale Frage bei der sich zuspitzenden Lage 1989. Nachdem das Regime zunächst sehr gewalttätig mit den Demonstranten umging, war wie ein Wunder, dass nach dem 9. Oktober auch der Staat keine Gewalt mehr ausübte.

So konnte das Volk in seiner großem Mehrheit ein diktatorisches Regime in eine Demokratie verwandeln, was schließlich zur Vereinigung einer gespaltenen Nation  führte. Über das WAS gab es im Laufe der friedlichen Revolution immer mehr Übereinstimmung, aber darüber,  WIE wir im vereinten Deutschland miteinander leben wollen,  gibt es bis heute immer noch erhebliche Differenzen. Obwohl  es in unserem Grundgesetz heißt: die Würde des Menschen ist unantastbar, sind nach wie vor nicht alle Menschenrechte individuell einklagbar.

Wenn sich die AfD jetzt zum wahren Vollender im Kampf um die Freiheit machen will, dann ist das etwa so, als wolle man den Bock zum Gärtner machen. Nein, es ist noch viel schlimmer. Die AfD tritt das Grundgesetz, in dem der erste Artikel lautet: die Würde des Menschen ist unantastbar, permanent mit Füßen, weil sie vorsätzlich nicht allen Menschen die gleiche Würde zugesteht. Deswegen gibt es nur eins: Diese quasi faschistische Partei ist nicht eine wirkliche Alternative, sondern ein Verhängnis für unsere friedliche und weltoffene Gesellschaft und muss deswegen mit allen rechtsstaatlichen Mitteln entlarvt und bekämpft werden. Tun wir das Unsrige dazu.    Heiko Lietz   Schwerin, 17. Juni 2020

 

Gedanken zum "Tag des Grundgesetzes"

Der 23. Mai ist ein Tag, um darüber nachzudenken, was es mit der Würde des Menschen auf sich hat. Es zieht sich ja wie ein roter Faden durch die Geschichte der Menschheit, dass es die Herrschenden mit der Würde des Menschen nie so genau  genommen haben, wenn es um die Durchsetzung ihrer eigenen Interessen ging. Das war in der Sklavenhaltergesellschaft ähnlich wie im Feudalismus. das setzte sich fort im Kapitalismus und das ist auch im Sozialismus nicht viel anders gewesen. Deswegen stellt sich auch für uns heute die Frage, was wir dazu beitragen können, diese unzureichenden Verhältnisse zum Besseren zu wenden.

Es ist deswegen gut und wichtig, dass wir uns aus Anlass dieses Tages wieder einmal darauf besinnen, was unsere Gesellschaft eigentlich im Innersten zusammenhält. Entstanden ist dieses Grundgesetz aus den bitteren Erfahrungen der schlimmsten, menschenverachtenden Jahre deutscher Geschichte, der Nazidiktatur. In diesen Jahren wurde die Würde der Menschen nicht nur angetastet. Sie wurde verletzt, mit Füßen getreten, stranguliert, wurde für vogelfrei erklärt.  Juden, Sinti und Roma und viel andere wurden vergast, Systemgegner jeder politischen und religiösen Richtung wurden inhaftiert, gefoltert und hingerichtet. Als die Nazis dieses menschenverachtende Regime durch einen mörderischen Krieg über die ganze Welt ausbreiteten, verhinderten dies die Alliierten unter ungeheurem Blutvergießen. 1945 stand die Welt vor einem Scherbenhaufen. Um diesem ungeheuren Ausbruch von Brutalität und Menschenverachtung einen Riegel vorzuschieben, gründeten sie die Vereinten Nationen. Zum obersten Leitmotiv wurde in ihrer Charta die Würde des Menschen. Damit diese aber nicht zu abstrakt bleibt, entfalteten sie diese in überschaubaren Kriterien und verabschiedeten 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

Als sich die Bundesrepublik Deutschland 1949 gründete, machte sie diese grundlegenden Einsichten zur Basis des Grundgesetzes.

 Folgender Satz wurde zum nicht verhandelbaren Fundament, zum ewigen Bestandteil für das friedliche Zusammenleben aller Menschen in Deutschland: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Es sind jetzt schon 71 Jahre her, seit dieser Artikel zur alleinigen Richtschnur deutscher Politik gemacht wurde. Leider wurden aber nicht alle Menschenrechte als einklagbare Grundrechte in diesem Grundgesetz verankert. Die sozialen wirtschaftlichen und kulturellen Menschenrechte blieben draußen vor, z.B. das Recht auf Arbeit, auf soziale Sicherheit oder das Recht auf Bildung.

Als sich unser Land Mecklenburg-Vorpommern 1994 eine eigene Verfassung gab, stand ebenfalls die Würde des Menschen im Mittelpunkt.

Dort heißt es im Artikel 5: Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist um des Menschen willen da; es hat die Würde aller in diesem Land lebenden oder sich hier aufhaltenden Menschen zu achten und zu schützen.

 Alle, d. h. nicht nur die deutschen Staatsbürger, sondern genauso auch die Flüchtlinge, Asylantragsteller, Durchreisende und alle, die sich, aus welchen Gründen auch immer, hier bei uns aufhalten. Dass ALLE Menschen damit eingeschlossen sind, ist mir als einer, der diese Verfassung als Mitglied der Kommission mit geschrieben hat, besonders wichtig gewesen.

Es war aber schon ein Fortschritt gegenüber dem Grundgesetz, dass die sozialen wirtschaftlichen und kulturellen Menschenrechte wenigstens als Staatzielbestimmungen aufgenommen wurden. Aber einklagbar wurden sie deswegen auch nicht.

So besteht die heutige Aufgabe auch weiterhin, sich entschieden für ihre Einklagbarkeit einzusetzen. 

Das gilt umso mehr, weil es in unserem Land schon wieder mehr und mehr Menschen gibt, die diese unveräußerlichen Rechte kappen wollen. Sie verbreiten die Parolen "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" auf Straßen und Plätzen, in ihren Zeitungen und in sozialen Medien. Sie stecken Flüchtlingsheime an und schrecken inzwischen auch nicht mehr vor Mord und Totschlag zurück. Sie haben sich inzwischen auch in einer Partei eingenistet, um für eine Alternative zu kämpfen, in der die Würde JEDES Menschen nicht mehr gilt. Sie knüpfen dabei in ihrem Reden und Tun immer erkennbarer an Gedanken der Nazis an.  Der Schoß ist schon wieder sehr fruchtbar geworden, aus dem dies aller kroch. Es ist deswegen höchste Zeit, dass wir uns noch vernehmbarer für diesen Artikel im Grundgesetz und unserer Verfassung einsetzen. Aber mit der Coronaepedemie steht dieser Kampf um die Grundrechte ganz neu im Mittelpunkt. Immer wieder haben sich in den letzten Wochen Menschen auf Kundgebungen zusammengetan, um dafür zu kämpfen, dass das Grundgesetz mit seinen  Grundrechten nicht auf der Strecke bleibt. Sie fühlen sich ihrer persönlichen Freiheitsrechte beraubt und meinen allen Ernstes, dass wir uns bereits in einer Gesundheitsdiktatur befinden. Auf diesen Kundgebungen haben sich inzwischen aber auch Menschen eingefunden, die das gesamte gesellschaftspolitische System aushebeln wollen. Dazu gehören Neonazis genauso wie Verschwörungstheoretiker.

Ist das wirklich so? Werden die Grundrechte wirklich außer Kraft gesetzt, wenn es darum geht, das Leben vieler Menschen vor dem Tod durch das Virus zu bewahren? Ist es nicht die Pflicht eines Staates, in dieser sehr schwierigen Situation eine Güterabwägung zu treffen? Das ist bei uns in Deutschland auch bei vielen Mängeln im Vergleich zu anderen Staaten wirklich recht gut gelungen. Wer das zu leugnen versucht, handelt unverantwortlich und verdreht die Tatsachen.  Aber wie müssten wir mit denen umgehen, die sich davon nicht überzeugen lassen wollen?

 Gut wäre es, wenn wir alle miteinander in ein ehrliches Gespräch kommen könnten, wo wir unsere Meinungen und Ansichten miteinander austauschen, um in diesen Gesprächen gute Antworten auf die enormen Einschränkungen des gesamten gesellschaftlichen Lebens zu finden. Das ist sicher eine außerordentliche Herausforderung, denn keiner von uns ist im Besitz der Wahrheit und weiß schon im Vornherein, was richtig und was falsch ist, was der Würde des Menschen dienlicher ist oder was sie erneut gefährdet.  Deswegen ist es umso wichtiger, gerade heute offen miteinander zu reden und gemeinsam gute Lösungen zu finden, damit die Würde des Menschen auch in dieser schwierigen Situation nicht angetastet wird.                                                 Heiko Lietz, Menschenrechtler

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Der Verein "Die Platte lebt" erinnerte im PlattenPark Mueßer Holz coronagemäß an den "Tag des Grundgesetzes".

                              

75 Jahre nach Kriegsende -

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Vor 75 Jahren, am 8.Mai 1945, wurde einer der grausamsten Kriege in der Geschichte der Menschheit mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Europa und am 2. September mit der bedingungslosen Kapitulation Japans in Asien beendet.

Wir sind heute auf dem Markt zusammengekommen, um der 55 Millionen Opfer dieses furchtbaren Krieges zu gedenken. Davon waren die meisten Zivilisten. Die größten nationalen Verluste hatte mit mehr als 26 Millionen Menschen die damalige Sowjetunion. All dies übersteigt fast unser Fassungsvermögen.

Mit diesem Tag wurde die grausame Gewaltherrschaft eines verbrecherischen Regimes beendet. Die Alliierten Streitkräfte schafften es unter schwersten Verlusten, die Wehrmacht endgültig zu besiegen und das deutsche Volk von dem menschen-verachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu befreien.

Dieser Tag der Befreiung kam jedoch für die Toten zu spät. Was wir aber können, ist, ihrer heute in tiefer Trauer zu gedenken.

Wir gedenken insbesondere der sechs Millionen Juden, die in deutschen Konzen-trationslagern ermordet wurden.

Wir gedenken aller Völker, die im Krieg gelitten haben, vor allem der unsäglich vielen Bürger der Sowjetunion und der Polen, die ihr Leben verloren haben.

Wir gedenken der ermordeten Sinti und Roma, der getöteten Homosexuellen, der umgebrachten Geisteskranken, der Menschen, die um ihrer religiösen oder politischen Überzeugung willen sterben mussten.

Wir gedenken der erschossenen Geiseln.

Wir gedenken der Opfer des Widerstandes in allen von Deutschland besetzten Gebieten.

Wir gedenken der Opfer des deutschen Widerstandes, des kommunistischen und gewerkschaftlichen ebenso wie des bürgerlichen, des militärischen und glaubensbegründenden Widerstandes.

Aber dieses unsägliche Grauen hatte ja seine bittere Vorgeschichte.

In den 20-er und Anfang der 30-er Jahre zerfiel die junge Demokratie mehr und mehr.

Als Reichspräsident Hindenburg Adolf Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannte, begann der unaufhaltsame Durchmarsch Adolf Hitlers in den Abgrund.

Eine immer breitere Blutspur zog sich bis zum Kriegsende zunächst durch Deutschland und mit Beginn des Krieges auch durch viele Länder der Welt.

Wenn wir 75 Jahre danach fragen, was zu tun ist, damit so etwas nie wieder geschehen kann, dann wird die Suche nach bleibenden Werten für ein friedliches Zusammenleben zwischen Völkern und Menschen eine zentrale Rolle spielen müssen. Welche Werte sind dafür unverzichtbar?

Die Vereinten Nationen, die direkt nach dem Krieg gegründet wurden, haben dazu ein bleibendes Fundament gelegt. In ihrer Charta bekunden sie, dass sie fest entschlossen sind, künftige Geschlechter vor der Geisel des Krieges zu bewahren. Sie bekräftigen ihren Glauben an die Grundrechte des Menschen, an Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit und halten es für unabdingbar, beschlossene Verträge auch einzuhalten.

1948 verkündeten sie dann die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Sie sollte sicherstellen, dass die Würde jedes Menschen nicht wieder durch Akte der Barbarei angetastet wird. Durch die Herrschaft des Rechts sollten die Menschenrechte geschützt werden.

Die Wege, wie mit dem unheilvollen Erbe des Faschismus in den beiden Teilen Deutschlands umgegangen wurde, waren sehr unterschiedlich. Während in der DDR der Antifaschismus als Staatsdoktrin fest im öffentlichen Bewusstsein verankert wurde, wurde in der Bundesrepublik die Auseinandersetzung damit viele Jahre verweigert bzw. verdrängt. Dieser Prozess ist auch im vereinigten Deutschland noch keineswegs abgeschlossen. Schon wieder vergiften neonazistische Parolen und mehr und mehr auch gewaltbereite politische Aktionen aus dem rechtsextremen Lager das gesellschaftliche Klima. In der AfD nimmt ein Faschist mehr und mehr Einfluss auf die gesamte Partei. Ein Fraktionsvorsitzender bezeichnet diese unsägliche Zeit Nazideutschlands nur „als einen Vogelschiss in der deutschen Geschichte“.

Der Schoß ist schon wieder sehr fruchtbar, aus dem das alles einmal gekrochen ist. Es ist deswegen dringend erforderlich, dass wir heute alles dafür tun, um unsere offene Gesellschaft in einer gewachsenen Demokratie wehrhaft gegen alle Übergriffe zu verteidigen. Deswegen wollen wir uns auch zukünftig für Menschenwürde und Menschenrechte, für Demokratie und Toleranz und für ein friedliches Zusammen-leben aller Menschen in unserer Stadt und weltweit stark machen. 

                                                                                                                                                                                                                         Heiko Lietz, 8. Mai 2020

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, gestalten die Cellistin Laura Moinian und die Pianistin Yoko Kuwahara gemeinsam mit dem Schauspieler Volker Hanisch ein Konzert mit Werken jüdischer Komponisten, die mit Hilfe von Musik im Konzentrationslager überlebt haben. Da die Generation der Großväter und Zeitzeugen der NS-Zeit uns gerade verlässt, möchten die beiden Musikerinnen mit dem Schauspieler und Sprecher Volker Hanisch in ihrem Konzert ein Zeichen gegen das Vergessen setzen. Die Veranstaltung wird von Oberbürgermeister Rico Badenschier mit Gedenkworten eröffnet  und  beginnt um 16.00 Uhr im Brigitte-Feldtmann-Saal des Konservatoriums Schwerin, Puschkinstr. 13. Der Eintritt ist frei.

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Lichterkette zum "Tag der Menschenrechte"

Am 10. Dezember, dem „Tag der Menschenrechte”, will das „Aktionsbündnis für ein friedliches und weltoffenes Schwerin” darauf aufmerksam machen, dass die Unantastbarkeit der Menschenwürde zwar im Grundgesetz verankert ist, dass es im Alltag aber immer wieder zu Verletzungen dieses Grundrechts kommt.

Im Stadtteil Mueßer Holz wachsen fast 60 Prozent der Kinder in Armut auf. Rund 350 Menschen sind auf die wöchentliche Lebensmittelausgabe der Schweriner Tafel  in der Petruskirche angewiesen. Deshalb soll gerade in diesem Quartier ein Zeichen für Menschlichkeit und soziale Gerechtigkeit gesetzt werden. Man darf nicht zulassen, dass Polarisierung, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit das friedliche Miteinander gefährden.

Nach der Kundgebung, die um 17 Uhr auf dem Keplerplatz beginnt, wollen wir mit Kerzen zum Plattepark (Hegelstraße) ziehen, wo im „Friedensdom“ die verschiedenen Religionen eine Andacht halten.

Menschenrechtler Heiko Lietz fordert die Bundesregierung auf, dass sie 71 Jahre nach der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte endlich auch das Zusatzprotokoll zum UN-Sozialpakt unterschreibt, um die Einklagbarkeit der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte zu ermöglichen und diese ins Grundgesetz aufzunehmen.

Das „Aktionsbündnis für ein friedliches und weltoffenes Schwerin“ wurde 2011 gegründet, um sich gewaltfrei und friedlich für Menschenwürde und Menschenrechte, für Demokratie und Toleranz, für Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit einzusetzen. Es hat seitdem rund 1.000 Unterstützer gefunden.

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„HIN-sehen!“: Mahn- und Gedenkstunde an die Pogromnacht von 1938

Am Sonnabend, den 9. November 2019 lädt der Arbeitskreis „9. November 1938“ um 18.00 Uhr zu einer Mahn- und Gedenkstunde an das Pogrom von 1938 ein. Sie findet in diesem Jahr auf dem Großen Moor/Ecke Schlachtermarkt statt. 81 Jahre nach dem Novemberpogrom von 1938 und einen Monat nach dem Anschlag in Halle/Saale gedenken die Schweriner mit Texten, Musik und Gebeten an den staatlich organisierten Terror gegen jüdische Mitbürger und das große Wegsehen der Bevölkerung.  „Angesichts der täglichen Übergriffe und Hetze auf Jüdinnen und Juden ist Hinsehen und Handeln gegen Antisemitismus nicht nur eine Aufgabe für Politik und Polizei, sondern  aller Bürger“, so die Veranstalter. Gemeinsam mit dem Schweriner Ehrenbürger Rabbiner William Wolff und der Jüdischen Gemeinde möchten sie gemeinsam mit den Schwerinern  ein Zeichen setzten gegen die Verharmlosung der Verbrechen zwischen 1933 bis 1945 und eine zunehmende Verbreitung von Vorurteilen in unserer Gesellschaft.

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Friedensfest am 1. September in Schwerin

„Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ – war die Forderung zum diesjährigen Weltfriedenstag am 1. September, an dem 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges vor der Gefahr eines Atomkrieges in Europa gewarnt wird. „Krieg darf kein Mittel der Politik mehr sein. Die Menschen brauchen Frieden, nicht neue Waffen und Kriege!“, hieß es in dem gemeinsamen Aufruf des Schweriner Friedensbündnisses, des Aktionsbündnisses für ein friedliches und weltoffenes Schwerin sowie der Ortsgruppe der Sammlungsbewegung „aufstehen“.  Während der Kundgebung am Südufer des Pfaffenteichs ergriffen für das Aktionsbündnis u. a. Menschenrechtler Heiko Lietz, Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier, Pastorin Konstanze Helmers und Henning Foerster für die Gewerkschaften das Wort. 

Die kulturelle Umrahmung übernahmen die Liedermacher Hartmut König, Andreas Petrick und Jana Wolff sowie der Saxophonist Jochen Nickel.

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70 Gäste folgten der Einladung des Vereins „Die Platte lebt“ und des „Aktionsbündnisses für ein friedliches und weltoffenes Schwerin“, am 10. Dezember gemeinsam den „Tag der Menschenrechte“ zu begehen. Unter ihnen der Bürgerbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Matthias Crone, sowie Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier und Stadtpräsident Stephan Nolte. Zu den Besuchern gehörte auch eine Klasse der Beruflichen Schule für Gesundheit und Sozialwesen, die sich für dieses Thema interessierte.

In der „Halle am Familienpark“ – mitten im Mueßer Holz – war die Tafel festlich gedeckt. Mitglieder des Vereins „Together MH“ hatten Hühnerfrikassee mit Reis und belegte Brote zubereitet. Beim Essen wurde über Menschenrechte und Demokratie geredet, über globale Themen und Alltagsprobleme. Videos veranschaulichten die Thematik. Politiker und Bewohner meldeten sich zu Wort und tauschten in sachlicher Atmosphäre unterschiedliche Standpunkte aus. Bei allen Hinweisen auf Verletzungen der Menschenrechte wurde aber auch Optimismus verbreitet und Mut gemacht, sich in die Politik einzubringen. Gemeinsam wurde das Lied gesungen „Wir wollen aufrecht gehen“ (eigens zum Tag der Menschenrechte geschrieben/aufgenommen von Hanne Luhdo und Gert Dunse).

Danach zogen die Teilnehmer mit Kerzen durch das Quartier. Auf der Bank der Menschenrechte im Plattenpark hielt Menschenrechtler Heiko Lietz eine Abschlussrede.

Die Veranstaltung wurde von der Initiative „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“ mit einer „Demokratieaktie“ gefördert. 

Glockengeläut zum Weltfriedenstag 2018

Am 21. September, der von der UNO 1981 zum „Internationalen Tag des Friedens“ erklärt wurde, hatte das „Aktionsbündnis für ein friedliches und weltoffenes Schwerin“ zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz aufgerufen. Nach dem Friedensgebet im Dom läuteten um 18 Uhr überall in Europa kirchliche und weltliche Glocken gemeinsam, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen.
Bei der Kundgebung auf dem Marktplatz sprachen sich Oberbürgermeister Rico Badenschier, Stadtpräsident Stephan Nolte und Menschenrechtler Heiko Lietz dafür aus, sich in einer solidarischen Gemeinschaft für die Wahrung des Friedens einzusetzen und Hass und Hetze in der Stadt nicht zu dulden.
Ca. 150 Teilnehmer zogen während des Glockengeläuts  zum Südufer des Pfaffenteichs, wo u. a. auch Asem Alsayjare das Wort ergriff, der vor 3 Jahren vor dem Krieg in Syrien nach Deutschland floh. Zum Abschluss der Veranstaltung stiegen Friedenstauben in die Luft.
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Kundgebungen für ein friedliches und weltoffenes Schwerin

Kundgebungen im September: Seit dem 3. September ruft das Bündnis "Schwerin für ALLE" jeden Montag zur Kundgebung gegen Hass und Hetze auf.  Beginn: 18.30 Uhr. Konkrete Informationen finden Sie bei Facebook: Schwerin für alle.

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